Freiwillige Feuerwehr Stadt Osterhofen
 

Patenbitten

09.02.2018

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    150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Osterhofen, 50 Jahre Freundschaft mit den Wehren aus der österreichischen Marktgemeinde Mettmach: Ganz klar, dass das Doppeljubiläum gemeinsam gefeiert wird. Entsprechend erfolgte das Patenbitten der Osterhofener Wehr bei ihren österreichischen Freunden am Freitag im großen Rahmen – sowie äußerst symbolträchtig.
    Und gewichtig: Ganz schön schwer ist das Patenschild, das die Mettmacher für die Niederbayern vorbereitet hatten. Das mussten die Wehrleute aus Osterhofen und Mettmach gemeinsam zusammenschweißen. Jeder durfte mal das Schweißgerät führen und das Symbol für 50 Jahre Partnerschaft fertig stellen. Jetzt sucht die Osterhofener Wehr nach einer geeigneten Stelle im Rettungszentrum, um das an Bedeutung und Gewicht schwere Patenschild aufzuhängen.


    Diese Gemeinschafts-Übung war aber nur der Auftakt zum Patenbitten. Auch hier gehen die Osterhofener in die Vollen: Gleich vier Partnerwehren konnten sie in Österreich gewinnen. Alle vier Feuerwehren der Marktgemeinde Mettmach – FF Mettmach, FF Neundling, FF Großweifendorf und FF Arnberg – begleiten die Herzogstädter bei ihrer Jubiläumsfeier im August als Paten.
    Entsprechend groß war auch die Abordnung der Osterhofener: 50 Niederbayern besuchten Mettmach, neben aktiven Mitgliedern und dem Festausschuss um Vorsitzenden Leopold Schmid, Ehren-Kreisbrandinspektor Klaus Heller und Kommandanten Manfred Ziegler, Hans Ecker fuhren auch Festpatin Michaela Baumgartner, Festmadln sowie Bürgermeisterin Liane Sedlmeier mit. Auf Seiten der Österreicher beteiligte sich neben Kommandanten und Mitgliedern der vier Wehren auch Mettmachs Bürgermeister Erich Geisbauer.
    FF-Vorsitzender Leopold Schmid trug die Patenbitte vor:
    „Macht´s uns an Göd, es wird euch ned reu´n. Mia möcht ma euch als Patenverein so gern, seit fuchzg Jahr deama scho zsamma ghörn.“ Ehe jedoch das „Ja“ der Mettmacher Feuerwehren erfolgte mussten die Osterhofener einige Prüfungen bestehen. Was für die Niederbayern als übliches Prozedere im Vorfeld einer Jubiläumsfeier gilt, war für die Österreicher Neuland. Sie hatten sich im Vorfeld im Internet informiert, wie das Patenbitten abläuft und schöne Aufgaben vorbereitet.
    So durften die Osterhofener auf einem langen Brett Maßkrüge schieben und Punkte erwerben, je nachdem, wo der Krug auf der aufgezeichneten Zielscheibe stehen blieb. Nicht einfach war auch der Hindernislauf, bei dem die Wehrleute ein Schnapsglas, montiert an der Spitze eines langen Holzstabes, über mehrere Barrieren bugsieren mussten, ohne den Inhalt zu verschütten.
    Als schwierigster Part jedoch erwies sich das Abfüllen eines Steinkrugs: Genau ein halber Liter Bier sollte gezapft werden – doch im Steinkrug sieht man nicht, wieviel Gerstensaft sich bereits darin befindet. „Die meisten haben zu viel abgefüllt“, sagt Gerätewart Sebastian Ortner schmunzelnd. Auch wenn die Prüfungen nicht ganz einfach waren: Die Osterhofener legten sie mit Erfolg ab und erhielten die Zustimmung der Mettmacher Patenwehren.
    Das wurde im Anschluss bei köstlichen Essen und einem lustigen Abend gemeinsam gefeiert. Wobei der Musikverein der Marktgemeinde Mettmach nach seiner Probe als Überraschung zur Patenfeier dazukam und dort zünftig aufspielt.

    Bericht OZ

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