Freiwillige Feuerwehr Stadt Osterhofen
 

Brandcontainer erweitert

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    Hochbetrieb hat am Mittwoch Vormittag im Rettungszentrum geherrscht. Werkstattwagen, eine Außentreppe auf einem LKW-Anhänger und ein Schwerlastkran standen bereit, als der Tieflader mit einem fünf Meter langen und 2,5 Meter breiten Container mit neun Tonnen Gewicht zum aufbau der BSA angefahren ist.
    Für den Tieflader mit seinem 8 Achsen war die Anfahrt über die Alfred-Sell-Str. nicht möglich. Das schwere Gefährt konnte seine Ladung nur über die Mooshöhe anliefern und musste zudem die letzten 150 Metern zum Rettungszentrum rückwärts zurücklegen. Mit viel fahrerischem Geschick ist dies auch gelungen. Direkt nach dem Aufsetzen des Containers wurde mit der Herstellung der Verbindung zur vorhanden BSA begonnen. Der Simulations-Container ist die einzige Übungsanlage dieser Art in Niederbayern und wird von Atemschutzträgern aus dem gesamten Regierungsbezirk genutzt. Pro Jahr wird an etwa 30 Samstagen geübt, so dass im durchschnitt insgesamt etwa 1100 Atemschutzträger die realitätsnahe Übung absolvieren. Die Erweiterung der BSA in Osterhofen ist die erste im ganzem Freistaat Bayern, in dem weiteren Regierungsbezirken werden die Anlagen erst in näherer Zukunft ausgebaut.
    Hier könne Atemschutzträger realitätsnahe Erfahrungen machen und so einer Panik im Ernstfall vorbeugen. Bei einer Übung im Brandcontainer können die Feuerwehrleute am eigenen Leib die Belastungen verspüren, die bei einem verheerenden Wohnungsbrand auftreten. Ob Fettbrand auf den Küchenofen oder Feuer an Gasflaschen in der Werkstatt – All das kann simuliert werden im Brandcontainer der seit 2005 in Osterhofen steht.


    Zudem vorhanden drei Brandsimulationen dem Flashover ist der Erweiterung nun zusätzlich eine Übung möglich. Außerdem besteht die Möglichkeit, in den Türleibungen Rauchvorhänge zu installieren. Durch mobil steckbare Wände sind weitere Simulationen durchführbar. Die Türe im Aufbau kann als verschlossen oder durch eine Kette als gesichert dargestellt werden.
    Das Treppenhaus sowie alle anderen Räume können flexibel verraucht werden, um verschiedene Szenarien durch zuspielen. Zwei Wärmebildkameras dienen im Aufbau zur Überwachung. Durch die beiden im oberen Stockwerk ist die Möglichkeit eines Außenangriffs mit Steckleitern oder zu einer Überdruck – bzw. Notentrauchung gegeben. Über die Soundanlage werden während der verschiedene Geräuschsituationen wie Babygeschrei oder Hilferufe eines verletzen eigespielt. Durch eine außen Treppe mit zusätzlicher Brüstung kann der obere Container jederzeit von außen betreten werden, damit die Sicherheit der Übungsteilnehmer stets gewährleistet ist.
    Im dichten Rauch und durch die unerträglichen Hitze der verschiedenen Brandstellen kommen die Übenden Feuerwehrmänner/-frauen an das Limit ihrer Leistungsfähigkeit. Ein klarer Blick durch die Atemschutzmasken ist wegen der starken Rauchentwicklung unmöglich. So sind die bis zu einem Meter hohen flammen erst zu sehen, wenn man einen Meter davor steht.
    Geübt wird in dieser Anlage Grundsätzliches wie das Begehen von Treppen in den dicken Schutzanzügen, die enorm wichtige Sicherung des Rückzugsweges und das legen Schlauchreserven.
    Themen sind zudem die Brandbekämpfung, also die allgemeine Löschtaktik mit den Vor-und Nachteilen der verschiedenen Löschtechniken, dass schnelle Erkennen von Gefahrensituationen, das Ergreifen der richtigen Maßnahmen und taktisches Vorgehen bei Menschenrettung. Während der Übung erkennt man die eigenen Rückzugsmöglichkeiten, aber die gefahren in der Wärmestrahlung und vor allem beim Flashover.

     

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