Freiwillige Feuerwehr Stadt Osterhofen
 

Zimmerbrand im Altenheim

27.09.2019

Zimmerbrand im Altenheim Pflegewerk an der Plattlinger Straße, Anfahrt mit Blaulicht und Martinshorn. So hat es am Freitagabend der Übungsalarm für die Feuerwehren Osterhofen, Altenmarkt, Wisselsing, Thundorf, Winzer und Arbing gelautet. Für zusätzliches Feedback waren Daniel Schmidkonz und Erwin Kaupa vom BRK eigeladen worden.


Innerhalb kurzer Zeit trafen die alarmierten Feuerwehren am Einsatzort ein. Markus Urlberger 3. Kommandant der FF Osterhofen, erwartete als Einsatzleiter bei der Ankunft ein anspruchsvolles Szenario: Ein Zimmer stand in Brand, sieben Bewohner waren zu evakuieren. Neun Jugendfeuerwehrler hatten sich im Haus versteckt und waren samt drei Dummies als Verletzte zu retten.
Schnell war die Atemschutzsammelstelle eingerichtet und der Einsatz koordiniert. Mit 16 Atemschutzträgern erfolgte direkt der Innenangriff auf das Brandzimmer sowie die Evakuierung bzw. Rettungsmaßnahmen. Zwei Puppen wurden auf dem Vordach über dem Eingang aufgefunden und mussten über die Drehleiter in Sicherheit gebracht werden. Der dritte Dummie hing bewusstlos über dem Balkongeländer im ersten Stock und musste über die Steckleiter abgeseilt werden. Auch die verletzten Jugendlichen waren rasch außer Gefahr.
Die Feuerwehren Arbing und Wisselsing waren für den weiteren Brandschutz und den Aufbau der Schlauchleitung zuständig.
Insgesamt waren bei der Übung 72 Aktive im Einsatz. Nach Übungsende kamen alle zur Brotzeit im Saal des Altenheimes zusammen. Als Mitarbeiterin der Geschäftsführung bedankte sich Sylvia Eiblmeier bei allen Übungsteilnehmern und betonte, dass es nicht mehr selbstverständlich sei, ein Ehrenamt auszuüben sowie Tag und Nacht für den Ernstfall einsatzbereit zu sein.
Im Ernstfall müssten im Antonius Altenheim über 100 Personen gerettet bzw. evakuiert werden. Neben den Senioren seien auch jüngere Personen im Haus untergebracht, da die Fachklinik Osterhofen Räume angemietet hat. Bei der Evakuierung dürften die Bewohner nicht zusätzlichen Stress ausgesetzt werden, lautet die besondere Herausforderung bei solchen Einsätzen.
Markus Urlberger bedankte sich bei der Brandleiter und begrüßte besonders den Bürgermeister des Marktes Winzer Jürgen Roith, der die Kammeraden der Feuerwehr Winzer bei dieser Übung begleitet hatte. Für ihn ist es Ehrensache, dass der Bürgermeister mit dabei ist. Er bestätigt, dass innerhalb 20 Minuten nach der Alarmierung die Wasserversorgung komplett stand und innerhalb 30 Minuten alle Personen evakuiert waren. Im Ernstfall müsse ein Einsatz in solchen komplexen Objekten gut organisiert sein, sagte Urlberger.
Daniel Schmidkonz legte bei dieser Übung sein Augenmerkt auf die korrekte Durchführung der Rettung. Die von außen rettenden Personen seien vorbildlich gesichert worden, so dass die Gefahr eines Absturzes nie bestand. Bei gefährlichen Patienten, so Schmidkonz weiter, sollte die Rettung am besten immer zu zweit vorgenommen werden, was hier vorbildlich geschehen sei.
Quelle wis.

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