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FF-Jugend macht Termine für 2021 fix

Keinerlei Veranstaltung im Corona-Jahr 2020 möglich - Kreisjugendwart sendet positives Signal 

Um Nachwuchs zu gewinnen, engagieren sich die Feuerwehren in der Stadtgemeinde stark in der Jugendarbeit. Für Kinder und Jugendliche ist es interessant und spannend zugleich, die vielfältigen Aufgaben und Gerätschaften dieser modern ausgestatteten Hilfstruppe kennenzulernen. Die Mitgliederzahlen sind in den vergangenen Jahren gestiegen, vielerorts wurden Kinder- und Jugendfeuerwehren gegründet. Seit März herrscht jedoch absolut "tote Hose": Es gibt weder Schulungen, noch Lehrgänge, Leistungsprüfungen oder Übungen. Mit den corona-bedingten Einschränkungen kamen die Aktivitäten im Jugendbereich total zum Erliegen. Die Kommandanten fragen sich nun, wie sie ihre jungen Mitglieder trotz Kontaktverbot bei der Stange halten können.

Kinder und Jugendliche könnten abspringen

Die "Feuerknirpse" der Stadtfeuerwehr Osterhofen sind zum letzten Mal im Februar zusammengekommen, die Jugend traf sich seit März lediglich zwei Wochen im September. "Der Übungsbetrieb musste komplett eingestellt werden", bedauert Kommandant Manfred Ziegler. "Die großen Einschnitte im Jugendbereich werden sich auf die Aktiven auswirken", befürchtet er. Am wichtigsten ist für ihn jedoch die Kontaktpflege, die ohne kurze Treffen oder Gespräche schwierig sei. "Eine Feuerwehr lebt vom Üben und von der Kameradschaft", betont der Kreisbrandmeister. "Da der Mensch ein Gewohnheitstier ist, sehe ich die Gefahr, dass sich Kinder und Jugendliche umorientieren könnten, wenn ihnen nichts geboten wird." Daher versucht die Feuerwehr, die "Knirpse" zuhause zu beschäftigen – mit Übungsaufgaben oder einer Anleitung zum Basteln von Christbaumschmuck. Zum Nikolaustag erhält jedes junge Mitglied ein kleines Geschenk.

Auch psychologische Nacharbeit fällt flach

Ziegler empfindet das Kontaktverbot insgesamt als fatal: Da nach Einsätzen keine Nachbesprechungen stattfinden dürfen, falle auch die psychologische Nacharbeit flach. Dass die abgesagte Fahnenweihe 2021 nachgeholt werden kann, bezweifelt der Kommandant. Die Auswirkungen der Entwicklung in diesem Jahr mit den vielen geplatzten gesellschaftlichen Veranstaltungen würden alle Vereine noch zu spüren bekommen, auch das ehrenamtliche Engagement insgesamt könnte zurückgehen.

Kontaktverbot ist das Allerschlimmste

Auch wenn er nicht in die Zukunft schauen kann, möchte FF-Kreisjugendwart Hans Scheungrab ein positives Signal senden: Deshalb hat er die Feuerwehren aufgefordert, alle Termine für 2021 fest einzuplanen. "Dann schauen wir, welche wir halten können", meint er. Er hofft, dass sich die Situation schon im Januar/Februar bessern könnte, denn sich nicht mehr treffen zu können, sei für die Feuerwehrjugend das Allerschlimmste. Aufgrund der Kontaktsperre würden vermutlich einige Mitglieder abspringen. "Man sieht ja nicht in ihre Köpfe rein", sagt Scheungrab. Andererseits sei die Feuerwehr aber kein Verein wie jeder andere: "Man fühlt sich quasi dazu berufen und möchte gerne Verantwortung übernehmen!"

 

Im Gegensatz zu anderen vereinen sind die Auflagen für die Feuerwehren nochmals strenger. "Wir stehen vor einem Riesenfragezeichen und hängen in Sachen Zukunftsplanung momentan total in der Luft", erläutert Christoph Thiele von der FF Altenmarkt. Da man aktuell nichts aktiv unternehmen könne, es über den Sommer nur kurze Zusammenkünfte gegeben hat und daher die Kontaktpflege mühsam sei, fragt er sich bereits, wann die Mitgliederzahlen zurückgehen: "Wie sich die Misere konkret auswirkt, wird man erst bei den nächsten Aktivitäten sehen."

Videos über FF-Alltag online zum Lernen daheim

Thieles Frau Diana betreut mit ihrem Team jeweils 25 "Minis" (fünf bis neun Jahre) und Kinder (neun bis zwölf Jahre). Trotz Hygienekonzept konnte sich die junge FF-Truppe heuer nicht mal im Freien treffen. Lediglich die Jugend habe vereinzelt in Kleingruppen geübt. Um ihre Kinder bei Laune zu halten, hat sie Videos über den Alltag und die Fahrzeuge der Feuerwehr gedreht, die die Kleinen zuhause am Computer anschauen können. "Das sind sie ja vom Schulunterricht online gewohnt und die Resonanz ist durchwegs positiv", berichtet Diana Thiele. Die Kinder könnten auch eigene Themen vorschlagen. Eine Anleitung zum Weihnachtsbasteln sowie für die Jugendlichen Fragebögen zur Vorbereitung auf Prüfungen seien verschickt worden.

 

 

 
 

Besonders ärgerlich ist die Situation für die Feuerwehren in Galgweis und Aicha: Beide Einheiten wollten in diesem Jahr neue Jugendgruppen aufbauen. "Corona macht das extrem schwierig", unterstreicht der "Oachamer" Kommandant Hans Pfaffinger. Für die Aktiven habe man bis November zwar zwischenzeitlich immer wieder Übungen einschieben können, doch bei der Jugendarbeit müsse man das Ende des "Lockdowns" abwarten. Dass Mitglieder abspringen könnten, glaubt Pfaffinger indes nicht: "Im Ernstfall kann ich mich immer auf meine Leute verlassen!"

Geplante Neugründung von Jugendgruppen gescheitert

Die FF Galgweis hat seit 1984 eine Jugendtruppe, die nach dem Wechsel von drei Mitglieder in den Aktivenbereich heuer neu belebt werden sollte. Um Kinder anzuwerben, wurden mit Sarah Schmidt und Selina Dietl sogar zwei neue Jugendwartinnen gewählt. "Aber leider ist wegen Corona nichts passiert", erklärt Kommandant Helmut Leberfinger. "Jugend-und Kinderfeuerwehr waren nicht existent. Da keinerlei Termine oder Veranstaltungen auf Kreis- und Bezirksebene stattfinden durften, bestand auch keine Möglichkeit, Mitglieder anzuwerben." Für kleine Feuerwehren sei dies desaströs, da der Altersdurchschnitt meist hoch sei und Jugendliche oft wegen Studium oder Berufsausbildung wegzögen. "Das bringt einige Feuerwehren an den Rand ihrer Existenz", ist Leberfinger überzeugt – wenn sich nicht bald etwas ändert..

Bericht PNP 

Freiwillige Feuerwehr Osterhofen e.V.

Alfred-Sell-Straße 12
94486 Osterhofen