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Die letzten Einsätze

Neue Sirenen, neue Herausforderungen

Damit auch überall ein Alarmsignal ertönt, brauchen die digitalen Empfänger Updates

Seit über einem Jahr  verfügt die Stadtgemeinde über ein neues, besser ausgebautes Sirenennetz. Es kamen fünf neue Standorte hinzu und alle, nun 24 Sirenen, werden digital angesteuert. Doch die neue Technik bringt nicht nur viele Vorteile, sondern hat auch manche Tücke. Wie Stadtkommandant Manfred Ziegler nun feststellen musste, funktionierten nur jene, die ein analoges Backup haben. Feuerwehr, Rettungsdienst und Hilfsorganisationen – sie alle werden über die Leitstelle alarmiert.
Auch die Sirenen werden im Notfall von dort angesteuert. Seit gut einem Jahr erfolgt in der Stadtgemeinde die Alarmierung digital. Unumstrittener Vorteil der neuen Technik ist, dass die aktuelle Generation dank Akkutechnik und Solarpaneelen auch bei einem Stromausfall funktioniert. Durch die zusätzlichen Standorte wurde sichergestellt, dass das akustische Signal auch in jenen Stadtbereichen die Bevölkerung erreicht, die mit den bisherigen Modellen und deren radialer Signalaussendung unterversorgt waren.

Analoge Rückfallebene

In weiser Voraussicht sind an den bisherigen Standorten die analogen Fernwegsempfänger zusätzlich verbaut worden. „Es ist eine remontante Rückfallebene – das bedeutet, dass wenige Sekunden nach der digitalen eine analoge Alarmierung erfolgt und die Sirenen dadurch ausgelöst werden“, erklärt Manfred Ziegler, der den Sirenenausbau federführend leitete.
Weil die Sirenen auslösten, fiel es erst auch gar nicht auf, dass es ein Problem bei den digitalen Signalempfängern gibt. Doch nun wurde eruiert, dass die Sirenen an den neuen Standorten nicht ausgelöst wurden. Die Ursache war schnell gefunden. Die Leitstelle hatte eine neue Software erhalten, die mit den digitalen Fernwegsempfängern nicht kommunizierte. „Dieses Problem hatten also nicht nur wir, sondern alle Kommunen, die auf digitale Empfänger umstellten“, weiß der Stadtkommandant.
Im Übrigen liegt der Grund für das ganze Szenario beim Ministerium, da die dort Verantwortlichen nun bereits zum vierten Mal den Anforderungskatalog für die digitale Alarmierung veränderten und die Kommunen aber nicht eingeweiht waren.
Seit Anfang der Woche wird nun an allen Sirenenstandorten das neue Update aufgespielt. „Wir sind die ersten, bei denen upgedate wird. Aber es ist aufwendiger, als gedacht. Pro Sirene muss man mit rund einer halben Stunde Zeitaufwand rechnen“, merkt Ziegler an. Begonnen wurde natürlich an den neuen Standorten, dort, wo kein analoges Backup vorhanden ist.

Wer trägt die Kosten?

Nun galt es noch die Frage zu klären, wer denn die Kosten für dieses und die weiteren Updates, die sicherlich im Laufe der Zeit nötig werden, trägt. Denn alleine für die Umrüstung und den Ausbau hat die Stadt rund 390000 Euro in die Hand genommen. Nach Abzug der Förderung gingen 160000 zulasten des städtischen Haushalts. „Wir konnten uns mit der Fachfirma, die die Sirenen baut, einigen, dass sie die ses erste Update übernehmen. Doch wie es grundsätzlich weitergeht, ist noch nicht geklärt“, gibt Ziegler zu bedenken. Natürlich könnte die Stadt theoretisch selbst die Updates aufspielen, doch dann gilt es zu eruieren, ob damit nicht die Gewährleistung gefährdet ist.
„Es ist eine neue Technik, bei der es noch einige Herausforderungen zu meistern gilt. Es wird sich einspielen, doch das gelingt nur in enger Abstimmung mit Leitstelle und Regierung, die schließlich das letzte Wort hat“, betont der Stadtkommandant

 

Bericht Angelika Gabor